Sanierung Sammelschacht des Schmutzwasserpumpwerkes Borsigstraße, Rodgau

Projektzeitlauf: 2017 – 2021

AUFGABE / RANDBEDINGUNGEN / PROJEKTBESCHREIBUNG

Die separate Zulaufkammer des Schmutzwasserpumpwerkes (12 m³ Sammelvolumen) war stark sanierungsbedürftig. Erschwernis: Lage im Kreuzungsbereich in stark schwerlastbefahrenem Gewerbegebiet.


Projektdetails
AuftraggeberStadtwerke Rodau,
Abteilung: Stadtentwässerung
Leistungen– Ingenieurbau, Bauwerkssanierung

– LP 1 – 9 sowie örtl. BÜ und BL,
80 m² Betonsanierung

– Schmutzwasserhaltung v. drei Kanalzuläufen

– Bauzeitliche Verkehslenkungsplanung
ProjektzeitraumPlanung 2017 – 2021
Bau Oktober 2020 – März 2021

Das unterirdische Schmutzwasserpumpwerk befindet sich im Gewerbegebiet des Stadtteiles Nieder-Roden nahezu mittig im Kreuzungsbereich von zwei durchgängig mit hohem Schwerlastverkehrsanteil befahrenen Straßen.

Ein Betontechnologisches Gutachten, dass unter Federführung unseres Büros erstellt wurde, wies erheblichen und zeitlich kritischen Sanierungsbedarf der Sohle und der Wände der Vorlagekammer des Pumpwerkes aus.

Eine ganz besondere Schwierigkeit bestand darin, die Schmwutzwasserhaltung der aus drei Richtungen zufließenden Kanäle für die mehrwöchige Sanierungsdauer sicher zu stellen.

Sowohl eine verlässliche Fernhaltung sämtlicher Zuflüsse von der zu sanierenden Bauwerkskammer, um den Sanierungserfolg nicht zu gefährden aber vor allem die vollständige Sicherstellung der kontinuierlichen und schadlosen Schmutzwasserableitung aller Einleiter im  Einzugs-gebiet waren zwingend sicher zu stellen.
Dabei kam erschwerend hinzu, dass einer der Indirekteinleiter, ein großer Getränkehersteller, unregelmäßig und schwallweise größere Abwassermengen einleitet.

Entsprechend leistungsfähig mussten die provisorischen Schmutzwasserpumpen gewählt und für eine vollständige Redundanz gesorgt werden.

Eine frühzeitig mit dem Ordnungsamt der Stadt und den betroffenen gewerblichen Anliegern abgestimmte Verkehrslenkungsplanung ermöglichte die durchgängige Anfahrbarkeit aller Firmen und reduzierte die logistischen Beeinträchtigungen auf das unvermeidliche Minimum.

Die eigentliche Beton- u. Bauwerkssanierung hielt auch noch Überraschungen bereit. So mussten wider Erwarten Teile der Bewehrung  in den Wänden aufwändig erneuert werden. Die Sohle bekam bereits planmäßig eine konstruktiv bewehrte Aufbetonschicht, die druckwasserdicht mit den Wänden verbunden wurde.

Das Ergebnis rechtfertigt alle Anstrengungen und besonderen Maßnahmen.

Die Zulaufkammer ist nun wieder vollständig dicht und trotzt so für viele weitere Jahre den hohen und teilweise aggressiven Abwasserzuflüssen und den enormen Verkehrsbelastungen.